Mt 11,25-30 – Jesus lädt uns ein: Kommt her zu mir! (Jesus VII) – 10.7.2022

25 Zu der Zeit fing Jesus an und sprach: Ich preise dich, Vater, Herr des Himmels und der Erde, weil du dies den Weisen und Klugen verborgen hast und hast es den Unmündigen offenbart. 26 Ja, Vater; denn so hat es dir wohlgefallen.

27 Alles ist mir übergeben von meinem Vater; und niemand kennt den Sohn als nur der Vater; und niemand kennt den Vater als nur der Sohn und wem es der Sohn offenbaren will.

28 Kommt her zu mir, alle, die ihr mühselig und beladen seid; ich will euch erquicken. 29 Nehmt auf euch mein Joch und lernt von mir; denn ich bin sanftmütig und von Herzen demütig; so werdet ihr Ruhe finden für eure Seelen. 30 Denn mein Joch ist sanft, und meine Last ist leicht.

 

A.
Teil 1: Die Freiheit Jesu, die Freude Jesu, 

I.
Worum geht es in Kapitel 11 und 12 des Matthäus-Evangeliums?

Es geht um die Frage, ob Jesus wirklich der Messias ist, ob er wirklich die versprochene Freiheit bringt. Johannes der Täufer, der wichtigste Mitarbeiter Jesu, sitzt im Gefängnis (!) und zweifelt an Jesus. Die Gegner Jesu stellen ihn sowieso in Frage. Wir werden sehen, dass Jesus den Titel Messias sehr ungewöhnlich definiert und lebt.

II.
Was war das für eine Zeit für Jesus?

Es war eine Zeit des Blues, der Krise. Es war eine harte Zeit. Jesus hat Stress und Druck. Er erntet Misserfolg um Misserfolg. Das Kapitel 11 im Matthäus-Evangelium ist zum Weinen.

Die Menschen verkennen Jesus und verweigern ihm die Anerkennung. Sie bleiben desinteressiert und distanziert. Die Leute hören nicht auf ihn. Sie leben weiter, als gebe es ihn gar nicht. Gerade die Städte, in denen er am meisten getan hat, die am meisten Grund zum Glauben hätten, verschließen sich ihm und lehnen ihn ab. Er hat keine Macht, das Ganze umzudrehen. Er kann nichts machen.

Die religiösen Autoritäten stehen Jesus sehr kritisch gegenüber. Jesus kann es ihnen nicht recht machen. Man bekämpft ihn immer radikaler. Einige verteufeln ihn sogar. Das Kapitel 12 berichtet von diesem Konflikt.

III.
Genau in dieser Situation heißt es: „Zu der Zeit fing Jesus an“, Gott zu loben und zu preisen.

Angesichts seines Misserfolges, angesichts seines Drucks, angesichts seiner Enttäuschungen und Traurigkeiten, angesichts seines Scheiterns preist Jesus seinen Vater!

Jesus vermochte es, auch in schwierigen Zeiten anfangen Gott zu loben. Jesus hatte die Freiheit, als Leidender Gott zu lobpreisen.

Was passiert, wenn man das macht? Es heißt: Loben ziehe nach oben! Ich bestreite das nicht. Aber ich denke, es gilt auch umgekehrt. Wenn wir Gott loben, ziehen wir Gott hinein in unseren Misserfolg, in unseren Druck, in unsere Enttäuschungen, in unsere Traurigkeiten, in unsere Strapazen, in unser Hamsterrad.

Jesus wusste: Mein Vater ist auch in meinem Misserfolg, in meinem Druck, in meinen Traurigkeiten mein Gott. Folgen wir Jesus nach! Lernen wir das von ihm! Jesus nimmt uns mit in seine Gemeinschaft mit dem Vater. (5x heißt es im Text Vater)

Ziehen wir Gott in unseren Misserfolg, in unseren Stress, in unseren Druck, in unsere Enttäuschungen, in unsere Traurigkeiten hinein! Lassen wir Gott teilnehmen an allem teilnehmen! An unserem unverschuldeten Versagen! Aber auch an unserem selbstverschuldeten Versagen!

IV.
Genau zu der Zeit, heißt es, freut sich Jesus, dass Menschen Gott entdecken.

Wer sind die Klugen und Weisen? Wer sind die Unmündigen?

1.
Das Problem der Klugen und Weisen ist nicht ihre Bildung, ihr Wissen, ihre Intelligenz, ihr Verstand, sondern ihr Stolz, ihr Elite-Denken, ihr Selbstverständnis, etwas Besonderes zu sein. Sie glauben, alles bereits zu wissen. Sie halten sich für maßgeblich. Sie halten sich in Bibel- und Glaubensfragen für autarke Selbstversorger. Sie brauchen niemanden, der sie aufklärt und anleitet. Sie sind überzeugt: Jesus, wir brauchen Dich nicht. Uns muss nichts geoffenbart werden.  Das Gegenteil ist der Fall: Sie sind überzeugt, den Ton angeben zu können.

Sie sind blind dafür, dass sie sich über den andersdenkenden Jesus stellen. Wenn Jesus ihre Meinung bestätigt, akzeptieren sie ihn. Wenn nicht, distanzieren sie sich, bekämpfen sie ihn.

Es geht nicht um eine Verachtung von Wissen oder Intelligenz. Es geht nicht an, dass wir schlaue, gebildete Menschen verachten. Es geht um eine Einstellung Jesus gegenüber, die sich Jesus verweigert, die nicht offen ist für das, was Jesus uns sagen, zeigen und schenken will. Wir sollten dabei auch bedenken, dass Jesus mit religiösen, gläubigen Menschen redet. Es gibt dieses Zu-Sein gegenüber Jesus auch bei gottgläubigen Menschen, die sich sehr gut in der Bibel auskennen.

2.
Die Unmündigen sind Bedürftige. Das griechische Wort heißt wörtlich „Kinder“ oder „Kleinkinder“. Es geht um die gleiche Thematik wie in Mt 18,3, wo Jesus auf die Frage: Wer ist der Größte im Himmelreich? antwortet: „Wahrlich ich sage euch: Wenn ihr nicht umkehrt und werdet wie die Kinder, so werdet ihr nicht ins Himmelreich kommen.

Unmündige waren zurzeit Jesu die Menschen, die gar nicht mitreden durften, wenn es um Gott ging. Unmündige sind Menschen, die zu einem Stolz über das, was sie wissen über Gott, nicht mehr fähig sind. Unmündige sind heute Menschen, die wissen, dass sie nicht alles wissen über Gott, dass sie nicht alles verstehen. Sie wissen, dass ihre Meinung nicht maßgeblich ist. Sie wissen, dass sie davon abhängig sind, dass jemand ihnen die Dinge erklärt. Sie halten sich im Blick auf Gott und den Glauben nicht für autarke Selbstversorger. Sie sind nicht dumm, einfältig oder naiv, sie sind aber offen und empfänglich für jemanden, der ihnen die Dinge erklären kann.

 

B.
Teil 2: Die Einladungen Jesu

Das ist die Einladung zu einem neuen Weg. Das ist nicht eine Einladung zu einer Tankstelle oder Rastplatz. Es geht nicht nach dem Motto: Neue Kraft, neue Energie für meinen alten Lebensstil, für mein altes Denken und meine alten Verhaltensweisen.

Natürlich ruft Jesus alle Gestressten, die im Alltag oder im Beruf zu viel arbeiten müssen, zu sich, und die Gemeinschaft mit Jesus bedeutet sehr viel für sie. Aber die Nähe Jesu ist keine Gebrauchsanweisung, das Problem zu lösen.

Natürlich ruft Jesus alle Burnout-Gefährdeten und Burnout-Erkrankten zu sich. Und die Gemeinschaft mit Jesus wird eine Hilfe sein. Aber die Nähe Jesu ist keine Bedienungsanleitung, gesund zu werden.

 

I.
Wir werden eingeladen, zu Jesus kommen.

Kommt her zu mir, alle, die ihr mühselig und beladen seid; Wörtlich heißt es: Heran zu mir! Her zu mir!

Jesus will uns in seiner Nähe haben. Deshalb ruft er uns zu sich.

Her zu mir! Die ihr Euch abmüht und Lasten schleppt.
Her zu mir! Die ihr Mühe habt mit Eurem Leben, Eurem Glauben!
Her zu mir! Ihr Geplagten, Strapazierten und Überstrapazierten!
Her zu mir! Ihr Erschöpften, Müden und Mürben!
Her zu mir! Ihr Getriebenen und Gehetzten!
Her zu mir! Ihr, die ihr Euch unter Druck setzen lasst – sei es von den eigenen Fehlern oder von den eigenen moralischen Ansprüchen und Tugenden.
Her zu mir! Wo Ihr sagen müsst: Ich kann nicht mehr… Ihr dürft es sagen!

 

II.
Wir werden eingeladen, unsere Lasten abladen

1.
Eine kleine Vorbemerkung zum besseren Verständnis: Was ist in der Bibel mit Joch gemeint?

Joch im buchstäblichen Sinne war zurzeit Jesu jedem bekannt und vertraut. Ein Joch war z.B. eine Vorrichtung, durch die Lasten, z.B. Wassereimer, leichter zu tragen waren. Ein Joch war z.B. ein stabiler, leicht geschwungener Holzbalken, der über den Nacken von zwei Rindern gelegt wurde. An diesem Holzbalken wurde eine Deichsel befestigt, so dass die beiden zusammengespannten Tiere den Pflug ziehen konnten.

Joch im übertragenen Sinne war damals, ist in der Bibel ein symbolischer Ausdruck für Belastung oder Last bzw. Lasten (z.B. durch Steuern), eine Metapher für Zwang und Unterdrückung, für Unfreiheit und Sklaverei.

Es gab im religiösen Bereich eine dritte Bedeutung. Joch stand für das, wozu der Glaube an Gott verpflichtet. Joch steht für die Glaubensinhalte und die Glaubenspraxis, die einem glaubenden Menschen auferlegt werden. Auf uns heute übertragen heißt das: Die Joch-Frage ist die Frage: Wozu will Jesus uns verpflichten? Was legt er uns auf?

2.
Es steht nicht ausdrücklich im Text, aber es ist von der Logik her da. Jesus sagt uns: Bringt mir Eure schweren Joche, die ihr tragen müsst, aber nicht tragen könnt!

Bringt mir Eure schweren Joche, die Euch aufgezwungen werden. In vielen Ländern sind das die staatlichen Vorschriften, die den Menschen aufgezwungen werden. In vielen Firmen sind das die beruflichen Vorgaben, die den Leuten aufgezwungen werden.

Bringt mir Eure schweren Joche, die Ihr mehr oder weniger freiwillig auf Euch nehmt, weil Ihr meint, es zu müssen, weil Ihr denkt, Ihr erreicht damit das, was Ihr wollt.

Euren Erfolgsdruck, euren Leistungsdruck, euren Rechtfertigungsdruck. Eure eigenen unerfüllbaren Erwartungen, aber auch die der anderen.
Den Perfektionismus unserer Zeit. Das perfekte Leben. Der perfekte Urlaub. Die perfekte Familie. Die perfekten Kinder. Das perfekte Gewicht. Die perfekte Ernährung…
Das Gefühl, nicht in Ordnung zu sein, nicht gut genug zu sein. Das übertriebene Gutseinwollen. Ja, keine Schwäche zeigen. Ja nicht schuld sein.
Die Angst, sich zu blamieren, die Angst, das Gesicht zu verlieren.
Das Bestreben, alles selbst meistern und managen zu können.
Das Bestreben, mit anderen mithalten zu können, vielleicht sogar sie zu übertreffen, überlegen zu sein.
Euer Geltungsstreben, Euren Geltungsdrang, Eure Geltungssucht.
Euer Streben nach Anerkennung

Bringt mir auch die religiösen Joche! Die unerfüllbaren Ideale eines besonderen Glaubens. Verinnerlichte Normen wie absolute Reinheit, makellose Heiligkeit, unbedingte Wahrhaftigkeit, vorbildliche Selbstlosigkeit…

Bringt mir alles, was Euch in Zugzwang bringt, was Euch unter Druck setzt, erdrückt, zu Boden drückt, was Euch das Leben schwer macht…

Als Fußnote eine Übung: Unter welchen Lasten stöhne ich? Wo kommt mir mein eigener Glaube unerträglich vor? Wer hat mir solche Bürden aufgezwungen? Woher kommt das falsche Jesusbild, das aus dem menschenfreundlichen Heiland einen Prediger der Perfektion macht? Von Reinhard Deichgräber.

 

III.
Wir werden eingeladen, das Joch zu tauschen, das Joch Jesu auf uns zu nehmen

 Jesus sagt: Nehmt auf euch mein Joch. Mein Joch ist sanft, und meine Last ist leicht.

Das Wort „sanft“ heißt im Griechischen „chrästos“. Das klingt fast wie Christus. Dieses Wort kann übersetzt werden mit brauchbar, bekömmlich, angenehm. Wir können auch sagen: Es ist human und hilfreich.

Worin besteht das Joch Jesu? Was ist das Joch Jesu überhaupt?

Antwort 1: Das Joch Jesu ist zuerst und immer seine Gemeinschaft mit uns, unsere Gemeinschaft mit ihm. Jesus will uns in seiner Nähe haben. Er will uns bei sich haben. Er will uns an seiner Seite wissen. Die Nähe Jesu, der persönliche Kontakt zu ihm ist das Erste, das Grundlegende, das Entscheidende ist im Christsein das Entscheidende. Wir dürfen es glauben: Jesus ist unser Joch-Genosse. Wir sind mit ihm zusammengespannt. Jesus ist immer der stärkere Partner. Er verlangt von uns nie etwas, was er selbst nicht getan hat.

Antwort 2: Das Joch Jesu ist seine Lehre, seine Wahrheit, seine Botschaft, seine Bibelauslegung, seine Interpretation des Willen Gottes.  Das Joch Jesu ist das, was Jesus uns sagt. Jesus sagt: Ich aber sage euch… (z.B. in Mt 6,44) oder: Wer diese meine Rede hört und sie tut (Mt 7,24). Jesus sagt: Folge du mir! (Mt 8,22).

Fußnote: Das Joch Jesu ist inhaltlich das Lebensthema Jesu! Es ist das Joch des Reiches Gottes, das Joch, dass Gott König ist. Jesus sagt uns: Lebt für das kommende Reich Gottes! Lebt im Reich Gottes! Lebt so, wie es dem Reich Gottes entspricht (Siehe Mt 4,17 u 6,33). Ich erwähne das hier nur. Dazu gibt es in unserer Reihe über Jesus eine eigene Predigt.

Antwort 3: Das Joch Jesu ist auch seine Sanftmut und Demut. Das ist das Überraschende und Merkwürdige an Jesus. Er weigerte sich, ein politischer Messias zu sein. Er verzichtete auf jede politische Macht. Er übte sein Messias-Amt sanftmütig und demütig aus. Er ging mit allen Menschen sanftmütig und demütig um. Auch mit seinen Gegnern. Er geht auch mit uns sanftmütig und demütig um!

Was ist Sanftmut? Sanftmut ist das Gegenteil von Gewalt, Herzenshärte und menschlichem Zorn. Sie ist eine milde Freundlichkeit. Aber Vorsicht: Sie ist nicht ein Nettsein. Jesu Worte waren oft sehr herausfordernd. Sanftmut ist der Mut, auf jede politische Macht zu verzichten. Sanftmut ist der Mut, auf gewisse Methode zur Durchsetzung der eigenen Ziele zu verzichten. Jesus litt lieber selbst, als dass irgendjemand unter ihm zu leiden gehabt hätte. Jesus trieb nie Machtspiele. Er zwang niemanden. Er setzte keinen unter Druck. Bei ihm gab es kein Müssen. Man konnte bei ihm anderer Meinung sein, ohne dass er daraufhin einem die Freundschaft kündigte. Er agierte nie auf Kosten der Menschen. Er war nicht herrschsüchtig und machtsüchtig.

Was ist Demut? Demut ist das Gegenteil von hochmütig, überheblich und eingebildet. Jesus verachtete nie jemanden. Er behandelte nie jemanden von oben. Im Gegenteil: Jeder war ihm so viel wert, dass er ihm diente.

 

IV.
Wir werden eingeladen, vom sanftmütigen und demütigen Messias Sanftmut und Demut zu lernen

Christsein ist ein neuer Weg. Es ist das Lernen von Sanftmut und Demut. Was heißt das praktisch? Ich kann nur kurz jeweils einen Punkt andeuten. Das ist ein Thema für uns im Mitarbeiterkreis

1.
Wir sollen Sanftmut lernen. Wir sollen ein sanftmütiges Christsein lernen.

Es geht um die Frage der Vollmacht. Es ist eine Lehre aus der Kirchengeschichte: Eine Kirche, die auf weltliche Macht setzt, verliert ihre geistliche Vollmacht und verrät das Evangelium. Christen, die gegenüber Nichtglaubenden das Gegenteil von Sanftmut leben, verbauen sich die Beziehungen, verlieren die Vollmacht, Zeugen für das Evangelium zu sein.

Lasst uns aus der Kirchengeschichte lernen! Immer, wo die Kirche die aufgetragene Sanftmut vergaß, wo sie auf staatliche Macht setzte, wo sie die Menschen zwang, wo sie Gehorsam verlangte, wurde sie schuldig an den Menschen, wurde sie schuldig am Auftrag Jesu, verriet sie das Evangelium. Und diese Schuld zu tragen, ist sehr schwer. Und die Folgen für die Verkündigung des Evangeliums zu tragen, ist sehr schwer.

Lasst uns Sanftmut gemeinsam lernen! Lasst es uns gemeinsam lernen, was Sanftmut praktisch heißt!

2.
Wir sollen Demut lernen. Wir sollen ein demütiges Christsein lernen.

Wir sollen demütige Menschen werden und sein. Ein demütiger Mensch weiß, wer er in den Augen Gottes ist. Er weiß um die Unterschiede zwischen Gott und sich. Er weiß, dass er nicht Gott spielen kann. Er weiß, dass er nicht kann, was Gott kann, dass er nicht darf, was Gott darf, dass er nicht muss, wofür Gott zuständig ist.

Was sollen wir lernen? Wir sollen begreifen, wie furchtbar anstrengend es ist, Gott zu spielen, wieviel es kostet, ein hochmütiger, selbstgerechter und stolzer Mensch sein zu wollen. Es kostet so viel Kraft, perfekt sein zu wollen. Es ist so anstrengend, sich für jemand ganz Besonderes zu halten, sich immer als entscheidend und maßgeblich aufzuführen. Es ist so belastend, immer wieder neu beweisen zu müssen, wie gut man ist. Es ist sehr anstrengend, die eigene Versagensangst zu verdrängen. Es ist sehr anstrengend, die eigenen Fehler, Makel und Macken zu verbergen. Und es ist sehr anstrengend, ständig die Anerkennung von Menschen suchen zu müssen.  Von diesem Stress will Jesus uns befreien bzw. bewahren.

Und wir sollen lernen, dass ein hochmütiger Mensch sich die Beziehungen verbaut und kaputtmacht: die Beziehung zu anderen Menschen und die Beziehung zu Gott.

 

C.
Teil 3: Unsere Freiheit. Unsere Ruhe. Unsere Freude.

Jesus ist der Messias. Er führt uns in die Freiheit, in die Ruhe, in die Freude.

Er kann uns befreien von unseren harten Jochen, von unseren schweren Lasten, wie wir sie oben beschrieben haben. Er kann uns befreien zu Sanftmut und Demut.

Er verspricht es uns: Ich will euch erquicken, entlasten, erleichtern, so dass ihr aufatmen und durchatmen könnt.

Er verspricht es uns: Wir finden bei ihm Ruhe für unsere Seelen. Unsere Seele steht für unseren Lebenshunger, für unsere Vitalität, für unsere Lebenslust, für unsere Lebensenergie.

Ruhe meint nicht eine falsche Selbstzufriedenheit, sondern dass wir angekommen sind am Ziel unseres Lebens, dass wir ein erfülltes Leben haben, dessen Sinn nicht mehr verloren werden kann.